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Wenn die Medizin im Stich lässt: Unser Weg mit Autismus

Die Reise durch die medizinische Welt, um Antworten für meinen Sohn zu finden, war lang und schmerzhaft. Mein Sohn war anfangs ganz unauffällig, entwickelte sich scheinbar ganz normal. Doch mit etwa zwei Jahren und acht Monaten begann ich erste Anzeichen zu bemerken, die mich beunruhigten. Es war nicht sofort offensichtlich, aber etwas war anders. Als schließlich die Diagnose „Autismus“ gestellt wurde, war ich zunächst erleichtert, endlich eine Erklärung zu haben.

Doch was dann folgte, war ernüchternd. Medizinisch gesehen ging es bergab. Mein Sohn litt zunehmend unter Darmproblemen, hatte heftige, aggressive Ausraster und war oft geistig abwesend. Obwohl ein EEG auffällig war, blieb die medizinische Unterstützung weitgehend aus. Es gab keine weiteren Untersuchungen, keine klaren Empfehlungen, nichts, was uns wirklich weiterhelfen konnte. Die Ärzte schienen nicht hilflos, aber gleichgültig und ich fühlte mich alleingelassen. Der Flyer den man mir in die Hand drückte, hielt nur wenige Informationen für mich bereit.

Nach sechs Monaten voller Unsicherheit und Frustration entschloss ich mich, selbst aktiv zu werden. Ich veranlasste eine Reihe von Tests – und alle kamen positiv zurück. Endlich hatte ich die Bestätigung, dass das, was ich gespürt hatte, nicht nur meine Einbildung war. Doch auch dann änderte sich aus der medizinischen Sicht wenig. Ich musste mich selbst durchkämpfen, viel recherchieren, mich mit anderen betroffenen Eltern austauschen und auf eigene Faust nach Lösungen suchen.

Es war ein mühsamer Weg, doch heute kann ich sagen: Es gibt Hoffnung. Durch Gespräche mit anderen betroffenen Familien, durch den Austausch von Erfahrungen und Wissen konnte ich endlich Licht am Ende des Tunnels sehen. Auch wenn der medizinische Sektor uns oft im Stich ließ, haben wir als Familie Lösungen gefunden, die meinem Sohn helfen – und das gibt mir die Kraft, weiterzukämpfen.

Ich möchte mit diesem Beitrag nicht nur meine Geschichte teilen, sondern auch anderen Eltern Mut machen. Es ist wichtig, nicht aufzugeben, auch wenn es anfangs keinen offensichtlichen Weg gibt. Oft sind es die eigenen Recherchen, der Austausch mit anderen Betroffenen und die Suche nach Experten, die wirklich etwas bewegen können.

Wir müssen uns nicht allein gelassen fühlen. Lasst uns gemeinsam nach Lösungen suchen!