Wenn man ein Kind wie Henry begleitet – mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen, die unter anderem Entgiftungsprozesse betreffen – dann stößt man früher oder später auf natürliche Hilfsmittel wie Seemoos. Und ja: Ich spreche vom „echten“ Seemoos, auch bekannt als Irish Moss oder Chondrus crispus.
Was ist Seemoos?
Seemoos ist eine Meeresalge, die traditionell für ihre mineralstoffreiche Zusammensetzung geschätzt wird. Sie enthält unter anderem:
- Jod – wichtig für die Schilddrüse
- Kalium, Magnesium, Calcium – notwendig für Muskel- und Nervenfunktion
- Zink, Selen – unterstützend für das Immunsystem
- Schleimstoffe – beruhigend für den Verdauungstrakt
Es liefert über 90 der etwa 102 Mineralien, die der menschliche Körper benötigt – eine echte Powerquelle aus dem Meer.
Warum Seemoos während einer Entgiftung?
Während einer Entgiftungsphase, z. B. bei der Einnahme von Bindemitteln (wie Zeolith, Aktivkohle o. Ä.), kann es leicht zu Verstopfung kommen. Bindemittel binden nicht nur Toxine, sondern auch Flüssigkeit – und können so den Darm „austrocknen“. Gleichzeitig hat ein bereits geschwächtes Mikrobiom oft Schwierigkeiten, die Verdauung zu regulieren.
Hier kommt Seemoos ins Spiel:
- Es enthält lösliche Ballaststoffe, die wie ein sanftes Gleitmittel wirken.
- Die Schleimstoffe wirken ausgleichend auf die Darmschleimhaut.
- Die Mineralien helfen, den erhöhten Bedarf in Stressphasen zu decken – der Körper „zieht“ bei Entgiftung an vielen Reserven.
Unsere Anwendung – Frisches Seemoos selbst gemacht
So machen wir es zu Hause:
- Getrocknetes Seemoos kaufen (Bio-Qualität, wild gesammelt)
- 24 -48 Stunden in gefiltertem Wasser einweichen
- Gründlich waschen – Algenreste & Salz entfernen
- Mit etwas frischem, gefiltertem Wasser mixen, bis eine glatte Gel-Konsistenz entsteht
Das fertige Gel ist im Kühlschrank ca. 3 Wochen haltbar. Es lässt sich gut in Smoothies, Joghurt oder Brei einrühren – oder einfach pur vom Löffel nehmen.
Geschmack & Akzeptanz bei Kindern
Ich muss ehrlich sagen: Seemoos ist… speziell.
Für mich riecht das Gel aber nach Ostsee-Urlaub – mein Mann kommentierte trocken:
„Riecht wie Neptun sein Arsch.“
Schmeckt zum Glück nicht so. Der salzige Meergeschmack verschwindet durch die Zubereitung fast komplett. Ich bin sehr empfindlich bei Konsistenzen, aber mein „Schwibbel-Schwabbel“ bekomme ich problemlos runter.
Und das Beste:
Henry und seine Geschwister nehmen das Seemoos mittlerweile freiwillig – 3x täglich gibt es bei uns je einen Teelöffel.
Fazit
Seemoos ist für uns ein wertvoller Baustein geworden – besonders in Phasen, in denen Henrys Körper viel leisten muss. Es unterstützt nicht nur bei der Verdauung, sondern versorgt ihn mit Mineralien, die sein Körper im Rahmen der Entgiftung dringend braucht. Natürlich ist es kein Wundermittel – aber ein stiller Helfer aus dem Meer, den wir nicht mehr missen möchten. Verwende es zudem nicht nur innerlich, sondern auch als Gesichtsmaske und als Haarmaske. Hatte noch nie ein besseres Hautgefühl und meine trockene Kopfhaut dankt es mir!
Ich verwende aktuell dieses getrocknete Seemoos:
Gibt es aktuell leider nur im 2er Pack.


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