Als Mutter eines autistischen Kindes bin ich immer auf der Suche nach Antworten. Henry, mein Sohn, hatte bereits die Diagnose Autismus, aber als sich seine Symptome im Laufe der Zeit verstärkten, war ich mir unsicher, ob es wirklich nur am Autismus selbst lag – oder ob es noch etwas anderes gab, das wir übersehen hatten.
Ich begann, mich intensiver mit alternativen Heilmethoden und Ansätzen auseinanderzusetzen, die von anderen betroffenen Eltern und Experten in speziellen Gruppen und auf Seiten im Internet geteilt wurden. Dort stieß ich immer wieder auf Stichworte wie „Parasiten“, „Lyme“, „Mykotoxine“ und „Leaky Gut“. Zunächst hielt ich das für wenig plausibel – es klang wie ein Sammelsurium von Begriffen, die vielleicht mehr mit esoterischen Theorien als mit der Realität zu tun hatten. Doch je mehr ich darüber las, desto mehr begann ich, Fragen zu stellen. Könnte da tatsächlich mehr dahinter stecken?
Getrieben von dieser Unsicherheit und dem Wunsch, meinem Sohn zu helfen, entschied ich mich, selbst aktiv zu werden. Ich ließ Urin-, Blut- und Stuhlproben von Henry in Labore weltweit schicken, um herauszufinden, ob etwas an diesen alternativen Theorien dran war. Es war ein Schritt in den unbekannten Bereich, aber ich wollte Gewissheit.
Zu meinem Entsetzen kam es, wie es nie hätte kommen sollen: Die Ergebnisse der Tests waren positiv. Parasiten, Mykotoxine, Anzeichen von Leaky Gut und sogar Rückstände, die auf eine frühere Lyme-Borreliose hindeuteten – all das fand sich in Henry’s Proben. Der Schock saß tief. Hatte ich wirklich die richtigen Tests gemacht? War das alles nur Zufall?
Doch dann begann ich, tiefer in die Materie einzutauchen. Ich las, forschte und tauschte mich mit anderen Eltern und Fachleuten aus. Und je mehr ich mich mit den Ergebnissen beschäftigte, desto mehr fielen mir Parallelen auf: Bei vielen anderen autistischen Kindern, die ebenfalls ähnliche Tests gemacht hatten, fanden sich nahezu identische Ergebnisse. Ich war nicht allein. Diese Entdeckungen eröffneten mir völlig neue Perspektiven auf Henry’s Zustand und gaben mir eine Erklärung, warum seine Symptome in letzter Zeit so stark zugenommen hatten.
Ich möchte hier nicht behaupten, dass diese Tests die „Antwort“ auf alles sind – und sicherlich gibt es noch viel zu erforschen. Aber sie haben mir geholfen, eine neue Sichtweise zu gewinnen. Es gibt viele verschiedene Ursachen, die autistische Symptome beeinflussen können, und ich möchte anderen Eltern Mut machen, diese Themen nicht pauschal abzutun, sondern mit offenem Geist und einem kritischen Blick zu prüfen, was wirklich hinter den Symptomen steckt.
Es ist wichtig, den eigenen Weg zu finden und sich nicht allein auf das zu verlassen, was die Schulmedizin oder alternative Quellen uns vorgeben. Jeder Fall ist einzigartig, und manchmal braucht es mehr als eine Antwort. Für uns war es ein Schritt in eine neue Richtung – und ich hoffe, dass Henry und viele andere Kinder von diesem Wissen profitieren können.


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